FunMade.de Just kidding – Hannover

6Okt/110

R.I.P. Steve Jobs

R.I.P. Steve Jobs

5Jul/111

Google+ ist an den (Beta-)Start gegangen

So, da ist sie also, die lang erwartete Konkurrenz zu Facebook. Sie kommt aus dem Hause Google und heißt "Google+" bzw. "GooglePlus".

Dem ersten Schritt des "+1"-Buttons (ich berichtete)(und habe den Button auch auf den wichtigsten Seiten von Hannover-Net.de implementiert) folgt also das große Ganze.

Nun hatte ich das Glück, bereits in der Beta-Phase eine Einladung erhalten zu haben und erste Gehversuche  unternehmen zu können. Für ein Fazit ist es aber definitiv zu früh. Erste Eindrücke teile ich aber gern:

An manchen Stellen ist es echt klasse (z.B. die Organisation und Benutzerfreundlichkeit der "Circles"), an anderen Ecken fehlt etwas (z.B. ein analoges Konstruckt zu den Fansites von Facebook für die Unternehmensdarstellung und Kommunikation - ohne ein extra Account anlegen zu müssen) und wieder andere Features werd ich wohl nicht richtig nutzen (z.B. die "Sparks", da fehlt die Zusammenbringung mit dem "Reader"). Letztlich ist "Buzz" noch eine parallel laufende Nummer, die ich in den Stream integriert wohl besser fände...

Aber hey, es ist die Beta Phase. Unternehmensseiten sollen angeblich folgen und den Rest wird man sehen. Derzeit tummeln sich eh die üblichen Verdächtigen dort rum und experimentieren. Bin gespannt, wie es sich entwickeln wird...

Mich findet Ihr übrigens bei Google+ hier: https://profiles.google.com/buetehorn

 

3Apr/110

Flucht durch Hannover (Mister X in RealLife)

Samstag, 02. April 2011, eine Gruppe von 6 Menschen trifft sich an der Kröpckeuhr im Herzen Hannovers, besprechen sich kurz, zücken ihre Smartphones. Ein Kanon von "Ping"-Geräuschen ertönt, wie man sie aus U-Boot Filmen kennt. Schließlich wird es still in der Runde, Handys werden in der Mitte der Runde scheinbar zusammengehalten und plötzlich rennt einer weg. Die anderen reden noch zwei Minuten und verschwinden in alle Richtungen, ihrem jeweiligen Handy hinterher, das sie vor sich tragen.
Diese Szene muss auf die Umstehenden recht bizarr wirken. Vor allem, wenn sie einen der Gruppe später an anderer Stelle in der Stadt immer noch seinem Handy nachrennend wieder sehen. Was ist hier los?

Hier treffen sich Neue Medien und die reale Welt, hier wird eine Stadt zum Spielfeld für eine abgewandelte Version des Ravensburger Spieleklassikers "Scotland Yard" und die Gruppe von Menschen, das sind die Spielfiguren. Damit das RealLifeSpielbrett überschaut werden kann, wird eine App auf die Smartphones (iPhone oder Android mit GPS-Modul und Datenflatrate) installiert, die einen Stadtplan nebst den Spielerpositionen anzeigt. Dazu verwendet die App die GPS Ortungsfunktion des Handys.

iPhone Screenshots Mister X mobile

iPhone Screenshots Mister X mobile

Mister X rennt los und bekommt einen Vorsprung. In den Spieleinstellungen lassen sich die Größe des Spielfeldes (Radius um den Ausgangspunkt) sowie das Zeitintervall zur Anzeige der Position von Mister X einstellen. Dessen aktuellen Aufenthaltsort sehen die Detektive nur alle z.B. zwei Minuten. Das macht den Reiz beim Versuch ihn einzukesseln und zu schnappen aus. Schaffen dies die Verfolger in der eingestellten Zeit nicht, so gewinnt Mister X. Dieser sieht die aktuellen Positionen und Bewegungen seiner Verfolger in Realtime.

Beide Seiten haben zudem einige Gadgets, die, zur richtigen Zeit angewendet, sehr hilfreich sein können: Tarnkappen, Nebelbomben, Schreie etc. Die Detektive können sich sogar per Telefonat und Konferenzschaltung koordinieren (wenn sich alle mit Telefonnummer angemeldet haben).

Nettes Feature zum Schluss: Wenn das Spiel beendet ist, wird der Weg zum Ausgangspunkt und zudem Cafés und Kneipen in der Umgebung angezeigt. Verbesserungsvorschlag: die Spieler (z.B. Mister X) sollten einen Sammelpunkt nach dem Ende selbst festlegen und übermitteln können, da der Startpunkt durchaus recht weit entfernt sein kann.
Die App wird vom Hersteller als „Forschungsprototyp” bezeichnet. Dennoch haben wir keine Abstürze erlebt. Nur manchmal zickte die GPS-Ortung, was gerade beim Spielstart etwas störend war, aber dafür kann die App wohl nichts.

Nach dem Spiel bekommen die Mitspieler eine Mail mit einem Link zu einer kml-Datei, die sich mit Google Earth anzeigen lässt. Dort sind alle Wege der Mitspieler noch einmal genau betrachtbar und besprechbar. Sehr schön (vgl. Bild).

Die Jagt nach Mister X

Der Jagdverlauf nach Mister X

Die App ist kostenlos, das Wetter war super, die Runde klasse. René G., unser "Socialhub" (die Wortkreation des Tages), hat den Spieltag initiiert und Mitspieler organisiert. Wir haben zwei Spiele gespielt und den Tag mit einem spontanen Grillen beendet. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Termin, den wir stilecht per Facebook Gruppe synchronisieren.
Auch wissen wir nun, dass einige Regeln aufgestellt werden müssen: GPS versagt in Räumen, daher darf man nicht in Gebäude, zudem wäre es im Kaufhaus nicht möglich, die Etage auszumachen. Außerdem muss die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern etc. abgesprochen werden (Mister X hat uns durch eine kurze Fahrt mit der Stadtbahn ganz schön irritiert und gescheucht).

Einzig die Akkuleistung der Smartphones hat den Spieltrieb gebändigt. Wenn man eine Stunde mit aktivierter Ortung und leuchtendem Screen unterwegs ist, neigt sich der Akku dem Ende entgegen. Ach ja, einen Effekt hat das Spiel noch: man ist im Freien und läuft viele, viele, viele, sehr viele Meter, echt sportlich.
Auch Varianten mit Autos oder mit dem Rad wurden schon andiskutiert.

Auf jeden Fall werden wir Mister X noch häufiger jagen...

31Mrz/110

Google bringt “ +1 „

Auf vielen Websites findet man diese praktischen kleinen Buttons, um den Inhalt an seine Follower zu twittern oder mit seinen (Facebook-) Freunden zu sharen oder zu liken oder oder oder. Suchkrake Google ist höchstens als Social Bookmark Button im Button-Reigen der großen Sozialen Medien zu finden.

Es war klar, dass Google irgendeine Reaktion auf "I like" und "tweet" folgen lassen musste. Dass es allerdings so lange dauert, hätte ich nicht gedacht: Gestern stellte Google seine Bestrebungen im Lab vor. Bei YouTube gibt es zudem ein anschauliches Video zu "+1".

Bei Funktion und Features gibt es bestimmt noch Raum nach oben. Aber es ist ja auch erst im Lab. Bin gespannt, wie sich "+1" dann marktreif präsentiert. Derzeit muss man bei Google eingeloggt sein, um "+1" richtig zu nutzen. Aber wer loggt sich bei Google ein, wenn er doch nur mal schnell was suchen will? Ohne Nachbesserung wird "+1" meines Erachtens ein Schattendasein fristen, ähnlich wie Google Buzz.

Den Namen find ich übrigens echt gelungen. Auch, weil ich es oft so unpassend finde, die virtuellen Kontakte gleich als "Freunde" zu bezeichnen. Ich differenziere im echten Leben dann doch ein wenig zwischen Bekannten und Freunden. "+1" halte ich für wertfrei und passend.

Bin gespannt...

26Mrz/110

iPad2 Wahnsinn und ich mittendrin

Ich dachte, ich sei zu alt für so eine Aktion...
Freitag den 25.03.11 um 17Uhr startete der Verkauf der neuen iPad Generation in den Apple Geschäften. 'Mein' Händler hat mit Vorbestellungslisten gearbeitet und da war ich letztlich doch recht weit oben. Nachts um 1:30h bekam ich eine Mail mit der Auftragsbestätigung und dem Hinweis ‚mein’ Gerät sei für mich zwischen 17 und 20 Uhr abholbereit. Und nur dann. Würde ich es nicht abholen, würde es den nächsten Tag in den freien Verkauf gehen. Eine Verständliche und wie ich finde faire Vorgehensweise.
Konsequenz: Ich muss am Tag des Verkaufstarts in das Geschäft rein...

Bereits einen Monat zuvor hatte ich Foto vom Verkaufstart in den USA und den langen Schlangen vor den Stores gesehen. Am Nachmittag des 25. selbst, sah ich dann Berichte über die ersten Wartenden vorm Apple Store München, 400(!) an der Zahl. Upps, da wurde mir erst klar, was mir bevorstehen könnte und schon war ich auf dem Weg zum Geschäft (ich war ca. um 16.30Uhr dort). Okay, da warteten doch schon einige, allerdings 'nur' 100-150. Ich reihte mich ein und es dauerte nicht lange und die Schlange hinter mir war genauso lang wie vor mir. Netter Service vom Shop: Sie haben an die Wartenden Snickers verteilt (wenn’s mal wieder länger dauert – by the way: Eine gute Idee für eine Promo-Aktion des Schokoriegelherstellers).

Nun formten sich Diskussionen, Wunschlisten wurden gegenseitig aufgezählt und die Spekulationen über vorhandene Stückzahlen entbrannten. Ich hab meine Mail erst mal nicht erwähnt, hätte die Stimmung sicherlich gedrückt. In dem Moment erzählt ein anderer Mitwartender mit vor Stolz geschwellter Brust, dass er eine solche Mail bekommen hätte. Erst Stille, dann eine Traube um ihn und seinen Ausdruck herum, dann wieder Stille und schließlich wilde Diskussionen. Nach und nach outeten sich weitere und auch ich, woraufhin die netten Gespräche deutlich zurückgingen.

Doch alles schien vergessen als die Tür geöffnet wurde. Plötzlich wieder Freude und Hoffnung in den Gesichtern, Gedränge in der Schlange und plötzlich: Stillstand. Die haben die Tür wieder zugemacht... Klugerweise wurden die Wartenden in Intervallen eingelassen. Wieder wurde spekuliert, diskutiert und gehofft. Nach einer guten Stunde in der Schlange kam auch ich durch die Tür. Froh, wieder tief durchatmen zu können. Ich gab meinen Mailausdruck ab, bekam mein Gerät und schon war ich wieder draußen. Jetzt galt es nur noch den Spießrutenlauf durch die Warteschlange zu überstehen, denn die Abgefertigten wurden durch einen Hausflur rausgeschleust, der in der Mitte der Schlange endete. Neidische Blicke gingen hinter jedem her, der eine Tüte in der Hand hielt. Gut, dass es letztlich nur um ein Elektro-Spielzeug geht und nicht um Grundnahrungsmittel im Krisengebiet. Dann plötzlich hatte ich es geschafft: Ich war daheim, packte mein neues iPad aus, begann einzurichten und dachte mir, wie überrascht die Jungs im Geschäft wohl geschaut hätten, wenn ich nach dem Schlangestehen im Laden um Beratung zur Konfiguration eines PowerMac gebeten hätte....

Wie gesagt, ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals in so eine Schlange einreihen würde, aber es hat sich nun mal so ergeben, es waren (bis zu meinem Outing) auch recht nette Gespräche dabei und letztlich zählt nur: ich hab’s!

Und so hab ich es bislang erlebt:
· Wie konnte ich nur ohne 🙂 ?
· Das Ding ist flacher und leichter, das macht sich echt bemerkbar.
· Die Geschwindigkeit hab ich bislang nur beim Abspielen von DivX Videos erlebt, die (VCL-App, subjektiv empfunden, kein Benchmark) flüssiger laufen. Bin aber auf die optimierten Apps gespannt.
· Die Kameras sind vorhanden aber eher schwach auf der Brust. Allerdings mal ernsthaft: wer benutzt das iPad als Kamera? Für FaceTime reichten sie aus.
· Das SmartCover ist einfach cool und praktisch. Ich wundere mich noch immer, dass bei all den Spekulationen niemand so ein Ding auf dem Schirm hatte und Steve Jobs tatsächlich eine Überraschung präsentieren konnte. Einziges Problem: Es ist kein Transportcover, da braucht es noch eine Ergänzung. Mal sehen, was da in den nächsten Wochen auf den Markt kommt.

In Summe: Ein tolles, praktisches und auch produktives Gerät.
Mit einer kleinen Geschichte drum rum.

7Mrz/110

Das war die CeBIT 2011

Man mag über die CeBIT denken, was man will, mir gefällt sie.

Bereits letztes Jahr habe ich mich über subjektive Auffälligkeiten ausgelassen, nach denen der Höhenflug der Messe ein wenig vergangen scheint. Nachdem mir im Vorfeld der diesjährigen CeBIT bereits tausende von Freitickets an allen Ecken und Enden offeriert wurden, hatte ich Zweifel um die Qualität der Ausstellung. Es wirkte auf mich (rein subjektiv!), als versuche man verzweifelt Besucher aufs Gelände zu bekommen.

Nach einigem Überlegen hab ich mich dennoch zum Besuch der CeBIT 2011 entschieden. Mein Fazit: Der Besuch hat sich gelohnt. Man nimmt eine Menge Ideen, Impressionen und Kontakte mit. Während die großen Stände beeindruckten und mit Stars und Aktionen aufwarteten (Bei Vodafone fuhr z.B. Michael Schumacher im Mercedes SLR an mir vorbei, bei Telekom stand die Scherzinger auf der Bühne etc.), waren es aber doch die Mittelstands-Gemeinschaftstände, die ich besonders reizvoll fand. Insbesondere bei Webciety gab es ein super Programm und interessante Gesprächsrunden. Ich wäre gern auch öfter dort gewesen.

Erwähnenswert ist vielleicht auch noch die Impression der Parallelwelten zwischen Hallen 4 und 23:
In Halle 4 hatte die Deutsche Telekom ihren beeindruckenden Stand. Dort wuselten jungdynamische Verkäufer und stylische Promotorinnen in T-Mangenta über den Hochglanzboden. Ich wechselte dann auf die andere Seite der Messe, in Halle 23. Dort "spielten" (es ist aber tatsächlich eSport) zumeist eher jugendliche Besucher, im subjektiven Mittel eher Typ Antiheld anmutend, in Scharen War- oder Starcraft sowie ein Egoshooter-Masters (man verzeihe mir meine unpräzisen Angaben, es ist nicht so ganz mein Genre). Schon zwei sehr unterschiedliche Menschentypen (völlig wertungsfrei!).

Letztlich fällt der Abschlussbericht der CeBIT 2011 sehr positiv aus und verheißt Gutes für 2012. Inwieweit hohe Kontingente an Freikarten ihr übriges dazu getan haben soll einfach mal egal sein, denn wer sich in der Branche bewegt, dem kann man einen Besuch nur empfehlen.

Zwei Dinge fand ich persönlich schade:
1) Steve Jobs hätte sein iPad2 auch gerne auf der CeBIT statt im fernen Amerika präsentieren dürfen, wenn die Keynote schon terminlich auf den CeBIT-Eröffnungstag fällt.
2) Das Wort "Cloud" kann ich nicht mehr sehen, fand es sich doch auf nahezu jedem Stand und Slogan wieder. Aber es ist eben DER aktuelle Trend.

Bin gespannt auf den Trend 2012...