FunMade.de Just kidding – Hannover

25Mrz/101

Stevia, Wundermittel im Fadenkreuz der Zuckerlobby?

Wow, die Headline ist mir gelungen. Ganz im aufreißenden Proklamations-/Fiktionalisierungsstil einer großen Boulevardzeitung. Aber sorry, denn eigentlich wollte ich ganz anders beginnen...

Ich modifiziere derzeit meinen Speiseplan. Warum? Das kann sich wohl jeder denken. Ein wenig, um Gewicht zu reduzieren, ein weiteres wenig, um mich gesünder zu ernähren und ein drittes wenig aus Neugier. Am Anfang stand eine Orientierungs-/Recherchephase im Dschungel der verschiedenen Diätansätze. Mein persönliches Fazit: keine kann mich sonderlich begeistern. Müsste ich zwingend abspecken, würde ich wohl den Ansatz von Dr. Pape „Schlank im Schlaf“ weiter verfolgen. Nicht, weil es dem Namen nach so geil easy klingt, sondern vielmehr wegen der Methodik und auch ein bissl aufgrund des Vorbilds von Johann Lafer, der natürlich gleich ein eigenes Buch darüber schrieb: „Lafer nimmt ab“ (gibt’s bei u.a. amazon, aber es ist meiner Meinung nach eine ganz schöne Selbstbeweihräucherung seiner Person mit wenigen netten Rezepten zur Diät. Zudem hab ich nicht die Möglichkeit, mittags zu kochen.). Nun, da bei mir ja keine unbedingte Notwendigkeit vorherrscht, muss ich nicht in Askese verfallen, ich denke dabei auch an Spaß und vor allem Nachhaltigkeit. Lieber etwas weniger und deutlich gesünder essen, damit ist eine solide Basis geschaffen. Ach ja, und eigentlich sollte man noch Sport... aber ich schweife ab. Große Umstellungen sind oft schwierig. Angenehmer und einfacher sind kleine Modifikationen die sich im Totalen letzlich aufsummieren.

Eine dieser kleinen Baustellen, und hierauf wollte ich mit diesem Artikel eigentlich hinaus, ist der Konsum von Heißgetränken, z.B. Tee. Ich präferiere ihn süß! Aber, vielleicht ist es ja auch schon bekannt, Zuckerkonsum soll tatsächlich korreliert sein mit Gewichtszunahme. Shocking, oder? Wenn ich ein paar Tassen trinke, so kommen da gerne mal 10+ Stück Zucker zusammen: Zack, bumm und direkt auf die Hüfte. Na danke. Die Alternative: Süßstoff. Das ist eine nette Idee, aber bei dem Geschmack: Bäh! Ein Teufelskreis.

Da sah ich zufällig einen Bericht über Steviaanbau in China. Stevia wird aus Süß- oder Honigkraut (stevia rebaudiana) gewonnen und ist ein natürlicher Süßstoff mit der vielfachen Süßkraft von Zucker. Ironischerweise soll es sogar vor Karies schützen, ist natürlich für Diabetiker geeignet UND soll, entsprechend aufbereitet, nicht diesen Süßstoffgeschmack haben. Okay, es gibt genug Anwendungen, wo Zucker nicht ersetzbar ist, aber wie cool klingt das denn bitte für den Rest. Toll, dachte ich, mein Wunderkraut. Aber warum kannte ich das nicht?

Hier kommt dann die EU und Ihre Richtlinien und Genehmigungsverfahren ins Spiel: Steviaerzeugnisse sind in der EU aktuell (März 2010) nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen! Viele Stellen arbeiten fieberhaft für die Akzeptanz, andere für die Ablehnung. Ich will hier auch gar keine Partei ergreifen, dafür sind mir sicherlich zu viele Fakten unbekannt. Nur weil etwas wie Gold glänzt, muss es ja noch lange kein Gold sein. Tatsache ist aber, dass man Stevia über das Web bereits auch in Deutschland beziehen kann (Nein, ich nenne keine Links!), auch als „fertige“ Tabs mit der sinngemäßen Aufschrift „Dies ist kein Lebensmittel“. Tja, da sind sie wieder, die lustigen Schlupflöcher im Regelwerk.

Ich denke, wir dürfen gespannt sein, ob und wann Stevia in die EU kommt. Wer sein Geld in Zucker macht, wird bei dem Gedanken sicher keine süßen Träume haben, da steht gegebenenfalls eine große Umstellung an. Allein wenn die Hersteller von Cola und Brause auf den Zuckereinsatz verzichten würden...

Wen das Thema interessiert, der findet hier ein paar wertungsfreie Surfhinweise:

17Mrz/100

Erkältung ist doof!

Schwupp, da hat es mich mal wieder erwischt. Lange habe ich es geschafft, den gemeinen Viren aus dem Weg zu gehen, jetzt aber der gemeine Rückschlag: die Nase läuft, der Hals kratzt, das volle Programm eben. Nach der Versorgung mit den notwendigen Vitaminen und Co, die Ruhephase, meines Erachtens das beste Heilmittel. Sofa, so good.

Irgendwann knurrt der Magen und dann kommt das heimliche Wundermittel, das sogenannte „jüdische Penizillin“ zum Zug:

Hühnersuppe, die beste Nahrung für Rekonvaleszente.

Und weil es auch noch super einfach ist, eine Hühnersuppe zu kochen, hier mein Rezept...

Hühnersuppe Foto

Hühnersuppe, die beste Nahrung für Rekonvaleszente

Keiner will Körner in der Suppe, also nehmt ein Teebeutel/-ei und tut Pimentkörner, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Chilies, Curryblätter und Ingwer hinein.

Huhn in einen hohen Topf legen, mit gesalzenem Wasser bedecken (ca. 2 - 2,5 Liter), den Teebeutel sowie das Zitronengras hinein und 2,5 Stunden minimal sprudelnd auskochen.

Huhn, Zitronengras und Teebeutel rausnehmen, kleingeschnittenes Gemüse für ca. 20 Minuten hinein. Einen Großteil der gehackten Petersilie hinzugeben.

Derweil Fleisch vom Huhn in mundgerechte Stücke zupfen.

Suppe auf den Teller, Fleisch und Nudeln hinzu. Ein wenig Petersilie fürs Auge drüber... Fertig!

In die kochende Suppe (geplante Verzehrmenge, Rest vorher abfüllen) kann man zudem auch 1-2 verquirlte Eier geben, dabei ganz leicht umrühren. Das Ei stockt und zieht Fäden. („Eierstich“ leicht gemacht). Alternativ echten Eierstich nehmen.

Variationen gibt es wie Sand am Meer, lasst Eurer Phantasie und Eurem Geschmack freien Lauf.

Zutaten für nen großen Topf:

1 Suppenhuhn (fettiger als normalo Hühner oder Hähnchen)

1 Stange Porree, 3 Möhren, 1 Stück Sellerie, 1 Petersilienwurzel, 1 Kohlrabi

1EL Pimentkörner, 1EL Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Salz

Frische Petersilie

Pimp my soup - Gehört nicht zum Standard, aber ich liebe diese Zutaten:

Chilies (Anzahl nach persönlichem Gusto), haselnussgroßes Stück geschälter Ingwer, 2-3 Stangen Zitronengras (äußere Blätter entfernen), 4 Curryblätter

Und als zusätzliche Einlage:

Separat gekochte Suppennudeln (bleibt ein Rest für den Folgetag und die Nudeln wären bereits in der Suppe, so wären sie dann total verkocht)

und/oder verquirltes Ei (je Mahlzeit)

und/oder ..........

Das tut sooooooo gut und ist sooooooo lecker!

Viel Spaß beim Nachkochen und ggf. gute Besserung.