FunMade.de Just kidding – Hannover

31Mrz/110

Google bringt “ +1 „

Auf vielen Websites findet man diese praktischen kleinen Buttons, um den Inhalt an seine Follower zu twittern oder mit seinen (Facebook-) Freunden zu sharen oder zu liken oder oder oder. Suchkrake Google ist höchstens als Social Bookmark Button im Button-Reigen der großen Sozialen Medien zu finden.

Es war klar, dass Google irgendeine Reaktion auf "I like" und "tweet" folgen lassen musste. Dass es allerdings so lange dauert, hätte ich nicht gedacht: Gestern stellte Google seine Bestrebungen im Lab vor. Bei YouTube gibt es zudem ein anschauliches Video zu "+1".

Bei Funktion und Features gibt es bestimmt noch Raum nach oben. Aber es ist ja auch erst im Lab. Bin gespannt, wie sich "+1" dann marktreif präsentiert. Derzeit muss man bei Google eingeloggt sein, um "+1" richtig zu nutzen. Aber wer loggt sich bei Google ein, wenn er doch nur mal schnell was suchen will? Ohne Nachbesserung wird "+1" meines Erachtens ein Schattendasein fristen, ähnlich wie Google Buzz.

Den Namen find ich übrigens echt gelungen. Auch, weil ich es oft so unpassend finde, die virtuellen Kontakte gleich als "Freunde" zu bezeichnen. Ich differenziere im echten Leben dann doch ein wenig zwischen Bekannten und Freunden. "+1" halte ich für wertfrei und passend.

Bin gespannt...

6Okt/100

Überrundet !

Es gibt immer wieder diese Momente, an denen man selbst festmachen kann, dass die Zeit stetig voranschreitet. Abgesehen von kurzen Wehmutsgedanken ist das ja auch gut so und kaum einen Blogbeitrag wert. Heute allerdings fühle ich mich, ich will es mal überrundet (überhholt hat so einen Nebengeschmack) nennen.

Was ist passiert?

Es war 1982, als ich nach ersten Telespielerfahrungen (Atari) mir mit stolz geschwellter Brust meinen ersten Heimcomputer, einen Sinclair ZX Spectrum 48K (Z80 Prozessor @ 3,5 MHz und ja, das M steht für Megahertz sowie das K für Kilobyte - Sinclair auf Wiki). Er setzte sich vom C64-Mainstream neben seiner Gummitastatur auch durch eine eingeschworene Fangemeinde ab. Ich lernte Basic, Maschinencode, Floatingpointberechnungen ... eben alles was nötig war, sich seine eigenen Programme zu schreiben. Ich war in der Zukunft angekommen, ein tolles Gefühl!

Heute, 28 Jahre später, habe ich mir eine App (Link) auf mein iPhone (PS: mit 32GB, das ist das ca. 699051 fache von 48K) geladen. Diese App beinhaltet eine authentische Sammlung alter ZX Spiele (beim Spectrum konnte man nur je ein Spiel in den Speicher laden, von Kassette!) mit extra reduzierter Grafik und extra miesem Ton...

Der Stolz von damals am Gürtel von heute.

25Aug/100

Fehlermeldungen können auch schön sein

Da wollte ich gerade mal wieder einen Tweet auf meine Timeline loslassen (Twitter), da erscheint nach längerem Warten eine Fehlermeldung. Aber anstelle eines "System überlastet... ätsch!" kam eine, wie ich finde, sehr charmante Grafik, die einen lächeln und das Problem vergessen lässt.

Twitter Fehlermeldung

Twitter ist überlastet

Dann versucht man es einfach später nochmal...

Ihr Softwareentwickler da draußen, nehmt Euch daran mal ein Beispiel 😉

17Feb/100

Wahnsinn 2.0 – Jetzt ist Fastenzeit

Einst war die Welt analog. Verabredungen wurden weit im Voraus getroffen, räumliche Trennungen durch Briefe erträglich und Musik knackte ob der Kratzer auf den Platten und im Fernsehen gab es noch Sendeschluss. Es folgten Anrufbeantworter, 24h Fernsehen, Fax, Internet, Email und SMS. Aber ich will hier keine Fortsetzung von "Generation Golf" verfassen. Dennoch, die alten Tage hatten ihren ganz eigenen Flair und rückblickend auch eine gewisse Gemütlichkeit.

Mittlerweile (schon eine ganze Weile) sind wir im Web 2.0 angekommen. Soziale Netzwerke und Dienste "erleichtern" uns unser Leben im und mit dem Internet, unserem Second Life (Apropos: Nutzt noch jemand diese Plattform? - Ich meine hier die Zeit des Tages, die man im Internet verbringt).
Bei Eintritt in das erstes Social Network erscheint alles recht angenehm. Man trifft auf alte Bekannte aus Schulzeiten, hat fast immer aktuelle Kontaktdaten seiner mehr oder weniger guten Freunde im Zugriff und man lernt auch neue Leute zumindest virtuell kennen. Wie gesagt, beim ersten Social Network ist alles hip und spannend.
Im Web läuft es jedoch wie überall in der Wirtschaft: Einer macht etwas vor, andere machen es durch den Erfolg des Ersten angestachelt nach und durch die Abstimmung mit den Füßen (Angebot/Nachfrage) setzen sich letztlich einige wenige durch. Der Prozess braucht allerdings seine Zeit und nicht immer setzen sich die Besten durch sondern vielmehr die mit dem besten Marketing (aber das ist ein anderes Thema). Also tritt man, um allen seinen Freunde gerecht zu werden, in mehrere Netzwerke ein. Und in noch mehr. Und dann gibt es ja noch die Netzwerke für Business (XING, LinkedIn etc.) und die für Privat (facebook, meinVZ, lokalisten, stayfriends, goolive etc.). Und am nächsten Tag muss ich dann ja auch nachsehen können, wo ich gestern war und wen ich dort nicht gesehen habe (virtualnights, sceneevents etc.) bzw. was die nächsten Tage für Must-Termine bringen.

Hinzu kommt, dass man virtuelle Freundschaften mit Menschen aufbaut, mit denen man im RealLife nicht sprechen würde, Fotos (flickr, fotocommunity etc.) und Videos (youtube, myvideo etc.) teils extrem privater Natur verbreitet, seine Bookmarks in Social Bookmarkdiensten (delicious, mister-wong etc.) speichert, seine Termine online abstimmt (doodle), in seinem Blog (wordpress etc.) oder Microblog (twitter etc.) der Onlinegemeinde mehr oder weniger wichtige Dinge mitteilt, man sich ohne Zeitverzug quer über den Globus kontaktiert, egal ob per SMS, Email (gern auch per Push), VoIP (skype etc.) oder gar jeden Ortswechsel GPS-gesteuert dokumentiert (foursquare etc.). Alles just-in-time und auch unterwegs über diese kleinen, tragbaren Computer. Äh, sorry, "Telefone". Kein Schritt, ohne irgendein Medium bedienen zu müssen, ohne mehr Zeit des RealLife an das SecondLife zu verlieren, die Balance wird schwerer zu halten.

Und ich habe den Konsum von Nachrichten jeglicher Ausprägung, die Partnersuche, Onlinespiele und wahrscheinlich zig weitere Lebens- und Informationsbereiche ausgespart.

Nettes Beispiel: ‚Damals’ stellte man sich an die Haltestelle und wartete auf den Bus. Heute guckt man erst mal nach (efa etc.) wann dieser erscheint und stellt fest, dass man ihn wohl gerade verpasst hat.

Den Stecker zu ziehen, wäre radikal, aber nicht die Lösung. Unser heute bringt eben neue Herausforderungen mit sich. Ich praktiziere "Simplify your Secondlife"!
Ich habe mir, auch um den Überblick über alle meine Anmeldungen zu behalten, eine Linkliste angefertigt. Die hab ich dann nach Nutzungshäufigkeit gruppiert und so die für mich interessanten Portale herausgefiltert. Zudem poste ich ohnehin nicht jeden meiner Schritte, das geht Euch nämlich auch gar nix an und ich bin dazu auch viel zu bequem, trotz iPhone.
Als nächsten Schritt schaut man sich mal seine "Freunde" in den Foren an, die man im Laufe der Zeit oftmals wie Trophäen gesammelt hat. Sollen die wirklich mitkriegen, was ihr auf diesem Portal zu sagen habt? Kennt Ihr sie überhaupt? Hier darf man auch mal aussortieren, es ist ja nicht böse gemeint.

Fastenzeit 2.0

Mit etwas Zeitaufwand ist könnt Ihr jetzt nach dem Karneval und noch vor Ostern - ja, das ist die Fastenzeit - einen SocialWeb-Entschlackungskurs einschlagen und seid dann gerüstet für die warmen Tage, frei von 2.0-Fesseln in freier Natur.

Mal sehen welche Bugs und Features 3.0 für uns bereithält...
Jörg