FunMade.de Just kidding – Hannover

5Jul/111

Google+ ist an den (Beta-)Start gegangen

So, da ist sie also, die lang erwartete Konkurrenz zu Facebook. Sie kommt aus dem Hause Google und heißt "Google+" bzw. "GooglePlus".

Dem ersten Schritt des "+1"-Buttons (ich berichtete)(und habe den Button auch auf den wichtigsten Seiten von Hannover-Net.de implementiert) folgt also das große Ganze.

Nun hatte ich das Glück, bereits in der Beta-Phase eine Einladung erhalten zu haben und erste Gehversuche  unternehmen zu können. Für ein Fazit ist es aber definitiv zu früh. Erste Eindrücke teile ich aber gern:

An manchen Stellen ist es echt klasse (z.B. die Organisation und Benutzerfreundlichkeit der "Circles"), an anderen Ecken fehlt etwas (z.B. ein analoges Konstruckt zu den Fansites von Facebook für die Unternehmensdarstellung und Kommunikation - ohne ein extra Account anlegen zu müssen) und wieder andere Features werd ich wohl nicht richtig nutzen (z.B. die "Sparks", da fehlt die Zusammenbringung mit dem "Reader"). Letztlich ist "Buzz" noch eine parallel laufende Nummer, die ich in den Stream integriert wohl besser fände...

Aber hey, es ist die Beta Phase. Unternehmensseiten sollen angeblich folgen und den Rest wird man sehen. Derzeit tummeln sich eh die üblichen Verdächtigen dort rum und experimentieren. Bin gespannt, wie es sich entwickeln wird...

Mich findet Ihr übrigens bei Google+ hier: https://profiles.google.com/buetehorn

 

3Apr/110

Flucht durch Hannover (Mister X in RealLife)

Samstag, 02. April 2011, eine Gruppe von 6 Menschen trifft sich an der Kröpckeuhr im Herzen Hannovers, besprechen sich kurz, zücken ihre Smartphones. Ein Kanon von "Ping"-Geräuschen ertönt, wie man sie aus U-Boot Filmen kennt. Schließlich wird es still in der Runde, Handys werden in der Mitte der Runde scheinbar zusammengehalten und plötzlich rennt einer weg. Die anderen reden noch zwei Minuten und verschwinden in alle Richtungen, ihrem jeweiligen Handy hinterher, das sie vor sich tragen.
Diese Szene muss auf die Umstehenden recht bizarr wirken. Vor allem, wenn sie einen der Gruppe später an anderer Stelle in der Stadt immer noch seinem Handy nachrennend wieder sehen. Was ist hier los?

Hier treffen sich Neue Medien und die reale Welt, hier wird eine Stadt zum Spielfeld für eine abgewandelte Version des Ravensburger Spieleklassikers "Scotland Yard" und die Gruppe von Menschen, das sind die Spielfiguren. Damit das RealLifeSpielbrett überschaut werden kann, wird eine App auf die Smartphones (iPhone oder Android mit GPS-Modul und Datenflatrate) installiert, die einen Stadtplan nebst den Spielerpositionen anzeigt. Dazu verwendet die App die GPS Ortungsfunktion des Handys.

iPhone Screenshots Mister X mobile

iPhone Screenshots Mister X mobile

Mister X rennt los und bekommt einen Vorsprung. In den Spieleinstellungen lassen sich die Größe des Spielfeldes (Radius um den Ausgangspunkt) sowie das Zeitintervall zur Anzeige der Position von Mister X einstellen. Dessen aktuellen Aufenthaltsort sehen die Detektive nur alle z.B. zwei Minuten. Das macht den Reiz beim Versuch ihn einzukesseln und zu schnappen aus. Schaffen dies die Verfolger in der eingestellten Zeit nicht, so gewinnt Mister X. Dieser sieht die aktuellen Positionen und Bewegungen seiner Verfolger in Realtime.

Beide Seiten haben zudem einige Gadgets, die, zur richtigen Zeit angewendet, sehr hilfreich sein können: Tarnkappen, Nebelbomben, Schreie etc. Die Detektive können sich sogar per Telefonat und Konferenzschaltung koordinieren (wenn sich alle mit Telefonnummer angemeldet haben).

Nettes Feature zum Schluss: Wenn das Spiel beendet ist, wird der Weg zum Ausgangspunkt und zudem Cafés und Kneipen in der Umgebung angezeigt. Verbesserungsvorschlag: die Spieler (z.B. Mister X) sollten einen Sammelpunkt nach dem Ende selbst festlegen und übermitteln können, da der Startpunkt durchaus recht weit entfernt sein kann.
Die App wird vom Hersteller als „Forschungsprototyp” bezeichnet. Dennoch haben wir keine Abstürze erlebt. Nur manchmal zickte die GPS-Ortung, was gerade beim Spielstart etwas störend war, aber dafür kann die App wohl nichts.

Nach dem Spiel bekommen die Mitspieler eine Mail mit einem Link zu einer kml-Datei, die sich mit Google Earth anzeigen lässt. Dort sind alle Wege der Mitspieler noch einmal genau betrachtbar und besprechbar. Sehr schön (vgl. Bild).

Die Jagt nach Mister X

Der Jagdverlauf nach Mister X

Die App ist kostenlos, das Wetter war super, die Runde klasse. René G., unser "Socialhub" (die Wortkreation des Tages), hat den Spieltag initiiert und Mitspieler organisiert. Wir haben zwei Spiele gespielt und den Tag mit einem spontanen Grillen beendet. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Termin, den wir stilecht per Facebook Gruppe synchronisieren.
Auch wissen wir nun, dass einige Regeln aufgestellt werden müssen: GPS versagt in Räumen, daher darf man nicht in Gebäude, zudem wäre es im Kaufhaus nicht möglich, die Etage auszumachen. Außerdem muss die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern etc. abgesprochen werden (Mister X hat uns durch eine kurze Fahrt mit der Stadtbahn ganz schön irritiert und gescheucht).

Einzig die Akkuleistung der Smartphones hat den Spieltrieb gebändigt. Wenn man eine Stunde mit aktivierter Ortung und leuchtendem Screen unterwegs ist, neigt sich der Akku dem Ende entgegen. Ach ja, einen Effekt hat das Spiel noch: man ist im Freien und läuft viele, viele, viele, sehr viele Meter, echt sportlich.
Auch Varianten mit Autos oder mit dem Rad wurden schon andiskutiert.

Auf jeden Fall werden wir Mister X noch häufiger jagen...

31Mrz/110

Google bringt “ +1 „

Auf vielen Websites findet man diese praktischen kleinen Buttons, um den Inhalt an seine Follower zu twittern oder mit seinen (Facebook-) Freunden zu sharen oder zu liken oder oder oder. Suchkrake Google ist höchstens als Social Bookmark Button im Button-Reigen der großen Sozialen Medien zu finden.

Es war klar, dass Google irgendeine Reaktion auf "I like" und "tweet" folgen lassen musste. Dass es allerdings so lange dauert, hätte ich nicht gedacht: Gestern stellte Google seine Bestrebungen im Lab vor. Bei YouTube gibt es zudem ein anschauliches Video zu "+1".

Bei Funktion und Features gibt es bestimmt noch Raum nach oben. Aber es ist ja auch erst im Lab. Bin gespannt, wie sich "+1" dann marktreif präsentiert. Derzeit muss man bei Google eingeloggt sein, um "+1" richtig zu nutzen. Aber wer loggt sich bei Google ein, wenn er doch nur mal schnell was suchen will? Ohne Nachbesserung wird "+1" meines Erachtens ein Schattendasein fristen, ähnlich wie Google Buzz.

Den Namen find ich übrigens echt gelungen. Auch, weil ich es oft so unpassend finde, die virtuellen Kontakte gleich als "Freunde" zu bezeichnen. Ich differenziere im echten Leben dann doch ein wenig zwischen Bekannten und Freunden. "+1" halte ich für wertfrei und passend.

Bin gespannt...

25Aug/100

Fehlermeldungen können auch schön sein

Da wollte ich gerade mal wieder einen Tweet auf meine Timeline loslassen (Twitter), da erscheint nach längerem Warten eine Fehlermeldung. Aber anstelle eines "System überlastet... ätsch!" kam eine, wie ich finde, sehr charmante Grafik, die einen lächeln und das Problem vergessen lässt.

Twitter Fehlermeldung

Twitter ist überlastet

Dann versucht man es einfach später nochmal...

Ihr Softwareentwickler da draußen, nehmt Euch daran mal ein Beispiel 😉

17Feb/100

Wahnsinn 2.0 – Jetzt ist Fastenzeit

Einst war die Welt analog. Verabredungen wurden weit im Voraus getroffen, räumliche Trennungen durch Briefe erträglich und Musik knackte ob der Kratzer auf den Platten und im Fernsehen gab es noch Sendeschluss. Es folgten Anrufbeantworter, 24h Fernsehen, Fax, Internet, Email und SMS. Aber ich will hier keine Fortsetzung von "Generation Golf" verfassen. Dennoch, die alten Tage hatten ihren ganz eigenen Flair und rückblickend auch eine gewisse Gemütlichkeit.

Mittlerweile (schon eine ganze Weile) sind wir im Web 2.0 angekommen. Soziale Netzwerke und Dienste "erleichtern" uns unser Leben im und mit dem Internet, unserem Second Life (Apropos: Nutzt noch jemand diese Plattform? - Ich meine hier die Zeit des Tages, die man im Internet verbringt).
Bei Eintritt in das erstes Social Network erscheint alles recht angenehm. Man trifft auf alte Bekannte aus Schulzeiten, hat fast immer aktuelle Kontaktdaten seiner mehr oder weniger guten Freunde im Zugriff und man lernt auch neue Leute zumindest virtuell kennen. Wie gesagt, beim ersten Social Network ist alles hip und spannend.
Im Web läuft es jedoch wie überall in der Wirtschaft: Einer macht etwas vor, andere machen es durch den Erfolg des Ersten angestachelt nach und durch die Abstimmung mit den Füßen (Angebot/Nachfrage) setzen sich letztlich einige wenige durch. Der Prozess braucht allerdings seine Zeit und nicht immer setzen sich die Besten durch sondern vielmehr die mit dem besten Marketing (aber das ist ein anderes Thema). Also tritt man, um allen seinen Freunde gerecht zu werden, in mehrere Netzwerke ein. Und in noch mehr. Und dann gibt es ja noch die Netzwerke für Business (XING, LinkedIn etc.) und die für Privat (facebook, meinVZ, lokalisten, stayfriends, goolive etc.). Und am nächsten Tag muss ich dann ja auch nachsehen können, wo ich gestern war und wen ich dort nicht gesehen habe (virtualnights, sceneevents etc.) bzw. was die nächsten Tage für Must-Termine bringen.

Hinzu kommt, dass man virtuelle Freundschaften mit Menschen aufbaut, mit denen man im RealLife nicht sprechen würde, Fotos (flickr, fotocommunity etc.) und Videos (youtube, myvideo etc.) teils extrem privater Natur verbreitet, seine Bookmarks in Social Bookmarkdiensten (delicious, mister-wong etc.) speichert, seine Termine online abstimmt (doodle), in seinem Blog (wordpress etc.) oder Microblog (twitter etc.) der Onlinegemeinde mehr oder weniger wichtige Dinge mitteilt, man sich ohne Zeitverzug quer über den Globus kontaktiert, egal ob per SMS, Email (gern auch per Push), VoIP (skype etc.) oder gar jeden Ortswechsel GPS-gesteuert dokumentiert (foursquare etc.). Alles just-in-time und auch unterwegs über diese kleinen, tragbaren Computer. Äh, sorry, "Telefone". Kein Schritt, ohne irgendein Medium bedienen zu müssen, ohne mehr Zeit des RealLife an das SecondLife zu verlieren, die Balance wird schwerer zu halten.

Und ich habe den Konsum von Nachrichten jeglicher Ausprägung, die Partnersuche, Onlinespiele und wahrscheinlich zig weitere Lebens- und Informationsbereiche ausgespart.

Nettes Beispiel: ‚Damals’ stellte man sich an die Haltestelle und wartete auf den Bus. Heute guckt man erst mal nach (efa etc.) wann dieser erscheint und stellt fest, dass man ihn wohl gerade verpasst hat.

Den Stecker zu ziehen, wäre radikal, aber nicht die Lösung. Unser heute bringt eben neue Herausforderungen mit sich. Ich praktiziere "Simplify your Secondlife"!
Ich habe mir, auch um den Überblick über alle meine Anmeldungen zu behalten, eine Linkliste angefertigt. Die hab ich dann nach Nutzungshäufigkeit gruppiert und so die für mich interessanten Portale herausgefiltert. Zudem poste ich ohnehin nicht jeden meiner Schritte, das geht Euch nämlich auch gar nix an und ich bin dazu auch viel zu bequem, trotz iPhone.
Als nächsten Schritt schaut man sich mal seine "Freunde" in den Foren an, die man im Laufe der Zeit oftmals wie Trophäen gesammelt hat. Sollen die wirklich mitkriegen, was ihr auf diesem Portal zu sagen habt? Kennt Ihr sie überhaupt? Hier darf man auch mal aussortieren, es ist ja nicht böse gemeint.

Fastenzeit 2.0

Mit etwas Zeitaufwand ist könnt Ihr jetzt nach dem Karneval und noch vor Ostern - ja, das ist die Fastenzeit - einen SocialWeb-Entschlackungskurs einschlagen und seid dann gerüstet für die warmen Tage, frei von 2.0-Fesseln in freier Natur.

Mal sehen welche Bugs und Features 3.0 für uns bereithält...
Jörg