In zwei Jahren ist ja wieder EM
So, Tag 1 nach dem Finale der Fußball WM in Südafrika. Es kehrt wieder Normalität ein, insbesondere bei Gesprächen mit Freunden. Die übliche Frage "Wo guckst Du heute?" weicht der Frage nach der Lokalität für das alkoholfreie Hefeweizen zum Sundown.
Das Resumé: Spanien gewinnt, Oranje sollte in Gelb umbenannt werden (wer so ruppig spielt...), wir sind Torschützenkönig (Müller), und die Urus haben das Nachsehen.
Die meisten Spiele der deutschen Mannschaft hab ich im Beachclub „Schöne Aussichten 360°“ gesehen, bei einem Spiel saß ich in der Kirche und die Braut betrat beim 1:0 für Deutschland die Kirche (suboptimales Timing) und für das Finale wollte ich wenigstens einmal mitten in den Hexenkessel: also ab ins Ahrbergviertel und mit den Spaniern gefiebert und gefreut. Hey, und die Deutschen sind immerhin auf dem Treppchen, das bedeutet auch maximale Spielanzahl...
Okay, Haken drunter und freuen auf die EM in zwei Jahren, mit dem Team darf man das auch wirklich tun.
Ist Hannover die bessere Hauptstadt?
Bereits am 10. März 2010 veröffentlichte ich meinen Artikel "Hannover, voll dabei" auf funmade.de.
Es ist erstaunlich, wie viele positive Nachträge ich hinzufügen konnte. Hannover hat schon immer viel zu bieten gehabt und wurde trotzdem vom Rest der Republik stiefmütterlich behandelt. Doch steter Tropfen... Jedenfalls ist unser Landesvater Christian Wulff nach Scorpions, H96, Käßmann, von der Leyen, Mayer-Landruth, Mazzurana etc. das Tüpfelchen auf dem i.
Spaßeshalber brachte ich am 3. Juni kurz vorm Schlafengehen einen Post auf meinem facebook-Profil, mit dem Thema Hannover verdiene Hauptstadtstatus und war überrascht über die Resonanz in folgenden Gesprächen. An Superlativen gibt es viele aufzuzählen. Und hey, Berlin, wir haben auch einen Erstligaclub
Heute lese ich auf HAZ.de, dass viele Medien Hannover huldigen und Abbitte leisten.
Ich mag mein Hannover. Ich hab es schon immer gemocht und ich werde es auch noch mögen, wenn sich der Hype gelegt haben sollte.
I believe: UFO beobachtet Beachclub-Aufbau
Unglaubliches geschieht derzeit in der Stadt...
Ein Kollege hat davon berichtet und jetzt ist mir sogar der Fotobeweis gelungen: Es gibt außerirdisches Leben. Bestimmt! Das Foto zeigt doch ganz deutlich die Landung eines UFOs auf dem Dach der Marktkirche!
Höchstwahrscheinlich sind die Aliens interessiert am Fortschritt der Aufbauarbeiten des Beachclubs Schöne Aussichten 360° in der Röselerstr. 7. Ist ja schließlich auch in Sichtweite vom Landeplatz. Und verständlich ist das Interesse zudem, denn dort gehen die Arbeiten gut voran und die Freude wächst. Aber warum parken die so weit entfernt? Der Beachclub entsteht doch auf einem Parkhaus? Von wegen, außerirdische Intelligenz...
Ach ja, später stellte sich heraus, dass es sich doch nur um die Spitze der Aegidienkirche handelte....
Wir müssen also weiter warten. Da macht der Beachclub sicherlich eher auf
Frühling in Hannover
Herrlich, die kalten Monate sind vorbei und der Frühling 2010 startet durch. Am Himmel immer öfter die Farbe blau, Temperaturen zweistellig, Blumen spießen und verwandeln Hannovers Grünflächen in blühende Landschaften.
Ein weiterer Indikator der warmen Zeit des Jahres: Der Beachclub " Schöne Aussichten 360° " auf dem Parkdeck Röselerstr. 7 beginnt morgen mit dem Aufbau und wird Mitte April öffnen. Dann heißt es: Füße in den Sand, Sonne ins Gesicht, kühle Getränke, lecker Essen, Freunde treffen, chillen.
Ich mag Hannover, besonders bei schönem Wetter
Stevia, Wundermittel im Fadenkreuz der Zuckerlobby?
Wow, die Headline ist mir gelungen. Ganz im aufreißenden Proklamations-/Fiktionalisierungsstil einer großen Boulevardzeitung. Aber sorry, denn eigentlich wollte ich ganz anders beginnen...
Ich modifiziere derzeit meinen Speiseplan. Warum? Das kann sich wohl jeder denken. Ein wenig, um Gewicht zu reduzieren, ein weiteres wenig, um mich gesünder zu ernähren und ein drittes wenig aus Neugier. Am Anfang stand eine Orientierungs-/Recherchephase im Dschungel der verschiedenen Diätansätze. Mein persönliches Fazit: keine kann mich sonderlich begeistern. Müsste ich zwingend abspecken, würde ich wohl den Ansatz von Dr. Pape „Schlank im Schlaf“ weiter verfolgen. Nicht, weil es dem Namen nach so geil easy klingt, sondern vielmehr wegen der Methodik und auch ein bissl aufgrund des Vorbilds von Johann Lafer, der natürlich gleich ein eigenes Buch darüber schrieb: „Lafer nimmt ab“ (gibt’s bei u.a. amazon, aber es ist meiner Meinung nach eine ganz schöne Selbstbeweihräucherung seiner Person mit wenigen netten Rezepten zur Diät. Zudem hab ich nicht die Möglichkeit, mittags zu kochen.). Nun, da bei mir ja keine unbedingte Notwendigkeit vorherrscht, muss ich nicht in Askese verfallen, ich denke dabei auch an Spaß und vor allem Nachhaltigkeit. Lieber etwas weniger und deutlich gesünder essen, damit ist eine solide Basis geschaffen. Ach ja, und eigentlich sollte man noch Sport... aber ich schweife ab. Große Umstellungen sind oft schwierig. Angenehmer und einfacher sind kleine Modifikationen die sich im Totalen letzlich aufsummieren.
Eine dieser kleinen Baustellen, und hierauf wollte ich mit diesem Artikel eigentlich hinaus, ist der Konsum von Heißgetränken, z.B. Tee. Ich präferiere ihn süß! Aber, vielleicht ist es ja auch schon bekannt, Zuckerkonsum soll tatsächlich korreliert sein mit Gewichtszunahme. Shocking, oder? Wenn ich ein paar Tassen trinke, so kommen da gerne mal 10+ Stück Zucker zusammen: Zack, bumm und direkt auf die Hüfte. Na danke. Die Alternative: Süßstoff. Das ist eine nette Idee, aber bei dem Geschmack: Bäh! Ein Teufelskreis.
Da sah ich zufällig einen Bericht über Steviaanbau in China. Stevia wird aus Süß- oder Honigkraut (stevia rebaudiana) gewonnen und ist ein natürlicher Süßstoff mit der vielfachen Süßkraft von Zucker. Ironischerweise soll es sogar vor Karies schützen, ist natürlich für Diabetiker geeignet UND soll, entsprechend aufbereitet, nicht diesen Süßstoffgeschmack haben. Okay, es gibt genug Anwendungen, wo Zucker nicht ersetzbar ist, aber wie cool klingt das denn bitte für den Rest. Toll, dachte ich, mein Wunderkraut. Aber warum kannte ich das nicht?
Hier kommt dann die EU und Ihre Richtlinien und Genehmigungsverfahren ins Spiel: Steviaerzeugnisse sind in der EU aktuell (März 2010) nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen! Viele Stellen arbeiten fieberhaft für die Akzeptanz, andere für die Ablehnung. Ich will hier auch gar keine Partei ergreifen, dafür sind mir sicherlich zu viele Fakten unbekannt. Nur weil etwas wie Gold glänzt, muss es ja noch lange kein Gold sein. Tatsache ist aber, dass man Stevia über das Web bereits auch in Deutschland beziehen kann (Nein, ich nenne keine Links!), auch als „fertige“ Tabs mit der sinngemäßen Aufschrift „Dies ist kein Lebensmittel“. Tja, da sind sie wieder, die lustigen Schlupflöcher im Regelwerk.
Ich denke, wir dürfen gespannt sein, ob und wann Stevia in die EU kommt. Wer sein Geld in Zucker macht, wird bei dem Gedanken sicher keine süßen Träume haben, da steht gegebenenfalls eine große Umstellung an. Allein wenn die Hersteller von Cola und Brause auf den Zuckereinsatz verzichten würden...
Wen das Thema interessiert, der findet hier ein paar wertungsfreie Surfhinweise:
- Wikipedia über die Pflanze als Süßstoff
- Wikipedia über die Pflanze
- European Stevia Association
- Stevia Förderkreis
- Beispielhaft: Brigitte Artikel mit dem Plot „Toll, aber noch nicht zugelassen“
- Beispielhaft ein kritischer Artikel

